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Ab Januar 2019 SAMSTAGS
von 9.30 - 11.30 Uhr Termin-
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nach telefon. Vereinbarung.

In dringenden Notfällen
erreichen uns unsere
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Vogelmedizin PDF Drucken E-Mail
Die medizinische Betreuung von Brieftauben, Zier-, Wild- und Greifvögeln ist sehr speziell.
Ich (Dr. Michael Kugel) habe besondere vogelmedizinische Kenntnisse u.a. in 6 Modulen
der Seminarreihe Vogelmedizin an der Ludwig-Maximilians Universität München erlangt.

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Der stress- und schockanfällige Vogelpatient erfordert einen vergleichsweise hohen
diagnostischen Aufwand. Physische Untersuchungen müssen zügig aber dennoch sehr
gründlich erfolgen. Zeitintensive Untersuchungen, wie das Röntgen, sollten vorzugsweise
mit Hilfe einer Inhalationsnarkose durchgeführt werden. Nur spezielle Inhalationsnarkose-
geräte, deren Verdampfer ein Atemluftbefeuchter nachgeschaltet ist, bewahren unsere
befiederten Freunde davor während der Narkose auszukühlen. Wir verwenden ein solches
Inhalationsnarkosegerät, und bringen es auch gerne zum Einsatz um aufregungsbedingte
Zwischenfälle bei der Durchführung von Zwangsmaßnahmen zu vermeiden.

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Vögel sind anders als die Vielzahl unserer anderen Kleintierpatienten wie Hunde, Katzen
und Heimtiere. Der Vogel sieht im Gegensatz zum Menschen sogar 5 Farben (Schillerfarben/
UV-Licht, rot, grün, blau). Außerdem sieht er höhere Frequenzen (160 Bilder/sec.) als der
Mensch. Dies führt dazu, dass er Neonröhren und auch Fernseher als Flackerlicht empfindet,
was bei ihm häufig Verhaltensstörungen provoziert. Der Vogel ist ein reflexgeleitetes Augentier.
Das bedeutet, dass er sofort auf plötzliche Bewegungen und Reize mit Fluchtreflexen zum Licht
hin reagiert.Das Abdecken seiner Augen stellt ihn ruhig. Die Körpertemperatur von Vögeln ist
enorm hoch. Ziervögel haben z.B. eine physiologische Körpertemperatur von 40,5°C - 42,8°C.
Die Besonderheit des Atmungstraktes der Vögel sind so genannte Luftsäcke, die mit den
auffällig kleinen Lungen in Verbindung stehen und nach einem Blasebalgsystem arbeiten.

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Beachten Sie bitte, dass Vögel kein Schmerzäußerungsvermögen besitzen. Sie leiden häufig
stumm! Je stärker der Schmerzreiz, umso passiver ist der Vogelpatient. Bei schwächeren
Schmerzen können sie jedoch starke Schmerzäußerungen zeigen. Diese Tatsache führt
häufig zu Fehlinterpretationen, zumal Vögel Schmerzen wie Säuger empfinden.

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Die häufigsten Krankheitsursachen unserer Ziervögelpatienten sind fehlerhafte Haltungsbedingungen.
Dazu gehören inadäquate Käfigsysteme, Einzelhaltung, unzureichende klimatische Bedingungen,
wie z.B. zu geringe Luftfeuchtigkeit der Wohnungsluft, Rauchen der Besitzer, Kunstlicht ohne
UV-Anteil, Flackerfrequenzen (Fernseher), sowie monotones falsches Fütterungsregime.
Potenziert werden diese Haltungsfehler durch Langweile, Verlust des Sozialpartners, Stess,
Zwangsvergesellschaftung, sexuelle Frustration und gestutzte Flügel.